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16.10.2017
Der Bilderrausch ist vorbeiAbschluss Filmfest Hamburg 2017

Die Zeit rast, wenn ein Programm so hochkarätig ist, wie beim Filmfest Hamburg. 131 Filme aus 59 Ländern gab es die letzten 10 Tage in fünf Kinos zu sehen. Zeit für einen kurzen Rückblick.

Mit dem Cannes-Gewinner „The Square" von Regisseur Ruben Östlund fand das Filmfest Hamburg am vergangenen Wochenende seinen krönenden Abschluss. Albert Wiederspiel und sein Team haben es auch in diesem Jahr wieder geschafft, einen tollen Mix unterschiedlicher Filme auf die Leinwand zu bringen. Neben bereits auf anderen Festivals ausgezeichneten Filmen wie A Man of Integrity, Three Billboards outside Ebbing, Missouri oder auch 120 BPM, gab es bei der 25. Filmfest-Ausgabe auch eine ganze Menge neuer Filme zu entdecken – insgesamt 16. Weltpremieren waren dabei.


Der Norden war besonders häufig vertreten: İlker Çataks neuer „Roadmovie-Coming of Age-Westernmix" Es war einmal Indianerland begeisterte das Publikum mit schnellen Schnitten, buntem Look und tollen Hauptdarstellern (u.a. Clemens Schick und Emilia Schüle), während Markus Gollers mit Simpel eine einfühlsame Geschichte über ein ungleiches Brüderpaar erzählt, das von Frederick Lau und David Kross gespielt wird. Beide Filme wurden zum Großteil in Hamburg gedreht.


Chiko-Regisseur Özgür Yildirim zeigte mit Nur Gott kann mich richten einen waschechten Gangsterfilm mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle, der ebenfalls ein paar Drehtage in Hamburg hatte. Ein bisschen weiter musste die Hamburg Media School-Absolventin Katja Benrath für ihren Kurzfilm Watu Wote reisen, der den Kampf zwischen Christen und Muslimen in Kenia in den Fokus rückt – hierfür wurde sie vor wenigen Tagen mit dem goldenen Studenten-Oscar ausgezeichnet.

Natürlich wurden noch zahlreiche andere Filme mit norddeutschem Bezug gezeigt, hier gibt es weitere Infos

 

Doch was ist ein Filmfest ohne Preise? Am Freitag und Samstag wurden 10 Stück mit einem Preisgeld von insgesamt 100.000 Euro vergeben.

 

Folgende Filme konnten sich über eine Trophäe freuen:

Art Cinema Award
The Rider von Chloé Zhao

Sichtwechsel Filmpreis
The Future Perfect von Nele Wohlatz

NDR-Nachwuchspreis
Beach Rats von Eliza Hittman

Politischer Film der Friedrich Ebert Stiftung
The Wait von Emil Langballe

Filmfest Hamburg Kritikerpreis
Florida Project von Sean Baker

Commerzbank Publikumspreis
For Your Own Good von Carlos Therón

MICHEL Filmpreis
1:54 von Yan England

Hamburger Produzentenpreis Europäische Kino-Koproduktion
Eva Blondiau (Color of May) für den Film Arrythmia von Boris Khlebnikow

Hamburger Produzentenpreis Deutsche Fernsehproduktion
Hubertus Meyer-Burckhardt und Christoph Bicker (Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft) für Meine fremde Freundin von Stefan Krohmer

Douglas Sirk Preis
Wim Wenders

 

Martin Kunze/Filmfest Hamburg

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