Interview>Mit Bjarne einmal quer durch Deutschland

07.11.2018
Kinostart 25 km/hMit Bjarne einmal quer durch Deutschland

25 km/h hatte seinen Kinostart am 31. Oktober

Als Tatortreiniger Heiko Schotte begeistert Bjarne Mädel Serienfans bereits seit mehr als sieben Jahren. In Markus Gollers "25 km/h" ist der gebürtige Hamburger jetzt gemeinsam mit Lars Eidinger als ungleiches Brüderpaar auf der großen Leinwand zu sehen. Wir haben mit Bjarne über heiße Stepp-Performances, das tolle Schauspiel-Ensemble und den Dreh in Haffkrug gesprochen.

„Es gab insgesamt siebeneinhalb Mofas bei den Dreharbeiten. Zwei davon hatten einen Elektromotor. Lars Eidinger hatten wir allerdings nur einmal, musste aber auch nicht gewechselt werden. Der lief konstant gut.“
Bjarne Mädel

Lars und Du macht in einer Szene eine ziemlich beeindruckende Stepp-Performance. Wie lange habt ihr dafür geübt und was war die größte Herausforderung?

Bjarne Mädel Wir sind beide sehr ehrgeizig und haben uns tatsächlich gequält, damit es dann auch nach was aussieht. Die größte Herausforderung war bei dieser Szene das Wetter, da es in der Drehnacht auf dem Marktplatz von Gegenbach permanent wie aus Eimern geschüttet hat. Von geplanten zehn Stunden Drehzeit hat es achteinhalb Stunden dauerhaft massiv geregnet. Das bedeutet, dass wir erstens enormen Zeitdruck hatten und zweitens keinen trockenen Untergrund.

Lars Eidinger, Sandra Hüller, Alexandra Maria Lara, Franka Potente, Wotan Wilke Möhring, Jella Haase: 25 KM/H hat ein großartiges Schauspiel-Ensemble. Wie war es, mit all diesen DarstellerInnen zusammenzuarbeiten?

Bjarne Mädel Je toller und intensiver die Kollegen oder Kolleginnen sind, umso weniger fühlt es sich für mich nach Arbeit an. Für mich war es ein großes Fest erneut mit Sandra zu spielen, die anderen durfte ich auf dieser Reise durch's Land kennenlernen. Lars und Franka Potente kam ich dabei extrem nah.
Es läuft nicht alles rund auf dem Roadtrip: Lars Eidinger und Bjarne Mädel auf der Flucht vor Wotan Wilke Möhring

Habt ihr die Dreharbeiten tatsächlich mit nur zwei Mofas bestritten – oder wie oft musste ausgewechselt werden?

Bjarne Mädel Es gab insgesamt siebeneinhalb Mofas. Zwei davon hatten einen Elektromotor. Lars Eidinger hatten wir allerdings nur einmal, musste aber auch nicht gewechselt werden. Der lief konstant gut.

Euer letzter Stopp führte euch nach Haffkrug in Schleswig-Holstein. Wie hat's euch an der Ostsee gefallen?

Bjarne Mädel Das war für uns ein magischer Moment, den der großartige Kameramann Frank Griebe perfekt geplant und dann eingefangen hat. Es gibt in diesem Film für mich so schöne Bilder, die mich unabhängig vom Inhalt der Geschichte emotional berühren und die Fahrt am Ende gehört für mich definitiv dazu. Die Sonne und die Windstille haben uns da natürlich extrem geholfen.
Setvisit der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein in Haffkrug an der Ostsee

Hättest du Lars Eidinger auch im echten Leben gerne als Bruder? 

Bjarne Mädel Ich habe keinen Bruder, sondern eine ältere Schwester, mit der ich sehr zufrieden bin. Die Rivalität, die oft unter Brüdern herrscht, finde ich privat nicht erstrebenswert. Sie hat Lars und mich in der Zusammenarbeit beflügelt, aber im echten Leben bin ich bruderlos glücklich.

Warum sollte man 25 km/h auf gar keinen Fall im Kino verpassen?

Bjarne Mädel Weil man dann ja gar nicht mitreden kann, wenn alle Bekannten und Freunde darüber reden.
2018 Gordon Timpen/Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH/Sunny Side Up GmbH

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