Interview>3 Fragen an...Das Kind mit der goldenen Jacke

06.11.2018
Hamburg Premiere "Wo kein Schatten fällt"3 Fragen an...Das Kind mit der goldenen Jacke

Mit „Wo kein Schatten fällt" bringt die Hamburger Produktionsfirma „Das Kind mit der goldenen Jacke" ihren ersten 90-Minüter auf die große Leinwand. Der Mystery-Film feiert am 6. November seine Hamburg-Premiere im Abaton und ist am 8. November im NDR-Fernsehen zu sehen. Wir haben uns mit dem Filmkollektiv zum Kurzinterview getroffen.

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Was hat euch besonders am Gruselgenre gereizt? Welche Möglichkeiten gibt es hier, die andere Genres nicht bieten?

Das Kind mit der goldenen Jacke Einen Genrefilm zu machen ist toll, man kann sich dabei voll austoben und der Ausgestaltungsspielraum ist viel größer. Es erlaubt uns als Filmemacher die Geschichte viel zugespitzter und explizierter zu erzählen, als man das gewohnt ist. Das ist einerseits ein großer Spaß in der Herstellung. Andererseits hilft es aber auch dabei, das Thema sehr viel klarer und radikaler zu benennen – in unserem Fall zum Beispiel weibliche Unterdrückung. 
Mehr als nur Geschäftspartner: Das Filmkollektiv beim Dinner
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Der Film ist im Rahmen des Nachwuchsinitiative "Nordlichter" von NDR, der Filmförderung Hamburg Schleswig Holstein und nordmedia entstanden. Im Presseheft heißt es, ihr wollt „mit einem Debüt-Budget möglichst hohe Qualität realisieren". Was genau meint ihr damit? 

Das Kind mit der goldenen Jacke Ein Genre-Film aus Deutschland ist ja eher ungewöhnlich. Das hat gereizt, aber natürlich auch vor die Aufgabe gestellt, mit einem Debüt-Buget die höheren Ansprüche an die Produktion zu erfüllen. Dabei war es uns von Anfang klar und wichtig, dass wir jeden Cent, den wir von der FFHSH, der nordmedia und dem NDR anvertraut bekamen, sichtbar einsetzen wollten. Also in die Dinge, die man am Ende wirklich im Film sieht und spürt. Auf unserer aktuellen Festival- und Kino-Tour durch Deutschland bekommen wir sehr viel Lob für die dichte Atmosphäre des Films. Es scheint also gelungen zu sein.
V.l.: Tamtam-Produzentin Andrea Schütte mit Mathieu Miville, Esther Bialas und Nathan Nill von "DKmdgJ" bei den Hofer Filmtagen.
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Welche Gruselfilme habt ihr euch für „Wo kein Schatten fällt" als Vorbild genommen?

Das Kind mit der goldenen Jacke Einflüsse gibt es natürlich verschiedene: Die Autorin Lena Krumkamp und die Regisseurin Esther Bialas hatten da nicht nur explizite Genrefilme als Vorlage. Besonders Filme über junge Frauen, die erwachsen werden und sich gegen eine männerdominierte Gesellschaft emanzipieren, haben uns interessiert. So sind zum Beispiel die Filme von Céline Sciamma oder Sofia Coppola so etwas wie eine Inspiration. Aber natürlich auch Mystery-Klassiker wie Das Schweigen der Lämmer oder die Serie Top of the Lake haben wir in unserem Film zitiert und sind ebenfalls Vorbilder.
Titelbild: Johannes Treß
Bild 2: (C) Internationale Hofer Filmtage / Andreas Rau

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